Delta Pods Architects gewann den 3. Platz im Architekturwettbewerb für das neue Präsidiumsgebäude der Slowakischen Akademie der Wissenschaften
Unser Entwurf entfernt sich bewusst vom Bild eines modernen Büros als Glasobjekt. Stattdessen haben wir uns mit der Frage beschäftigt, wie ein Low-Tech-Gebäude mit langer Lebensdauer heute aussehen kann, das sich eher auf seine architektonische Form als auf technologische Schichten stützt, um langfristig Komfort zu gewährleisten.
Das Gebäude ist als kompakte vertikale Struktur mit minimaler Grundfläche konzipiert, deren Erdgeschoss zum Campus hin offen ist und die durch eine begrünte Dachlandschaft einen Teil der Fläche zurückgibt.
Es ist in drei Ebenen gegliedert: ein halboffener Sockel, der mit dem öffentlichen Leben verbunden ist, flexible Büroetagen, die um einen zentralen Kern angeordnet sind, und eine Dachlandschaft, die den bebauten Boden durch Grünflächen ersetzt.
Materialität, Masse, Ausrichtung und Tiefe spielen eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Raumklimas. Durch die Reduzierung unnötiger Verglasungen, den Einsatz von Wärmespeicherung und Beschattung sowie die Berücksichtigung saisonaler Veränderungen als Gestaltungsparameter haben wir die Logik eines luftdichten Bürogebäudes vermieden, das auf permanente mechanische Heizung und Kühlung angewiesen ist.
Das Gebäude befindet sich an der Schnittstelle der Hauptachsen des Campus, prägt das Klimacluster und dient als klarer Orientierungspunkt. Offenheit und Durchlässigkeit setzen sich im Innenraum fort und spiegeln eine Institution wider, die sich nicht isoliert, sondern zur Zusammenarbeit einlädt.
Vielen Dank an die Jury für die Anerkennung und an alle Beteiligten. Hier untersuchen wir, ob Zurückhaltung, Langlebigkeit und architektonische Intelligenz für wissenschaftliche Einrichtungen ebenso ausdrucksstark sein können wie technologische Intensität.